dr. med. miriam bachmann
fachärztliche privatpraxis für kinder- und jugendpsychiatrie und –psychotherapie


Asperger-Syndrom

Entsprechend den Kriterien für Autismus liegen Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion, der Kommunikation und im Verhalten vor: z.B. Mangel an sozial-emotionaler Gegenseitigkeit, auffällige Mimik, Gestik und Beziehungsgestaltung. Betroffene können emotional nicht mitreagieren und somit an der Freude oder an Ärger und Wut anderer Menschen kaum teilhaben.

Die Interessen sind häufig auf bestimmte Themen fokussiert und ungewöhnlich. (Mathematik, Technik, wissenschaftlichen Teilbereichen, Lesen oder Teilbereichen von Geschichte oder Geographie). Die Sonderinteressen treten meist vor oder während des Schulalters auf. Die Kinder wollen alles über diese Themen wissen und tendieren dazu, das Gespräch darauf zu lenken oder sie bei Gesprächen oder beim Spielen beizubehalten. Häufig wird versuchen über diese Sonderinteressen Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, indem beispielsweise fremde Menschen auf die favorisierten Themen angesprochen werden. Manchmal sind die Sonderinteressen auch einfach Übertreibungen verbreiteter Interessen, wie z.B. Pokemon, Dinosaurier oder Computer.

- 30 Tipps für Lehrkräfte im Umgang mit Schülern, die von Autismus betroffen sind [pdf]

Asperger-Syndrom und / oder Hochbegabung

Störungen der Kommunikation, der Interaktion sowie spezifische Verhaltensauffälligkeiten können sehr selten auch bei hochbegabten Kindern und vorkommen. Nicht immer liegt dann eine Autismus-Spektrum-Störung (z.B. Asperger-Syndrom) vor. Eine genaue Differentialdiagnostik zur Abgrenzung von speziellen Persönlichkeitszügen oder psychiatrischen Störungsbildern ist besonders wichtig, um die geeigneten Maßnahmen einzuleiten bzw. um eine Behandlung zu beginnen.

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